Spionage-Affäre

Asselborn: Orban nicht noch mal 16 Jahre „mitschleppen“

Dass Donald Trump ein Fan von Viktor Orban ist, ist kein Geheimnis. Kurz vor der Wahl in Ungarn leistet er seinem Kumpel jetzt Schützenhilfe. Der hat mittlerweile noch ganz andere Probleme: Immer deutlicher wird, wie sehr Budapest Russland in die Hände spielt.

Jean Asselborn kommentiert Spionageverdacht gegen ungarische Regierung, Luxemburgs ehemaliger Außenminister im Gespräch

Luxemburgs ehemaliger Außenminister Jean Asselborn (links) ist vom Spionageverdacht gegen die ungarische Regierung nicht überrascht Foto: Editpress/Alain Rischard/AFP

In Ungarn wird am 12. April ein neues Parlament gewählt. Umfragen sehen den langjährigen Regierungschef Viktor Orban derzeit hinter Oppositionsführer Peter Magyar. Die Regierung Orban in Budapest war erst Anfang der Woche in die Schlagzeilen geraten. Der Vorwurf: die Weitergaben von internen EU-Informationen an Russland.

Eine Sprecherin der EU-Kommission bezeichnete die Vorwürfe am Montag laut der Nachrichtenagentur AFP als „äußerst besorgniserregend“. Konkret soll der ungarische Außenminister Peter Szijjarto sogar in den Pausen von Außenministertreffen „regelmäßig“ mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow telefoniert haben, um diesem „live“ zu berichten, was besprochen wurde. Brüssel forderte die ungarische Regierung zu Erklärungen auf.

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