Analyse von außen
Aus Spaß geführte Kriege sind nicht zu gewinnen
Abgesehen von den moralischen, rechtlichen und politischen Argumenten, die gegen einen Angriff der Vereinigten Staaten auf den Iran sprechen, lässt sich der jüngste Krieg von US-Präsident Donald Trump aus einem prinzipielleren Grund nicht gewinnen: Er beruht nämlich auf einer Laune.
Trump hat noch keine glaubwürdige Erklärung für einen Angriff auf den Iran geliefert Foto: AFP/Alex Brandon
Kriegsplanung folgt einer bestimmten Logik. Ein zentrales Interesse, wie etwa der Schutz der Bürger oder der nationalen Sicherheit, veranlasst politische Führungen zur Ausarbeitung einer politischen Strategie, um dieses Ziel in einem bestimmten Teil der Welt zu erreichen. Wie Carl von Clausewitz in berühmten Worten formulierte: „Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.“ Politik führt oftmals zu einer Strategie, einem Gesamtplan für den Sieg, in dem die anzuwendenden Taktiken festgelegt werden. Eine Operation ist eine konkrete Aktion in einem bestimmten Umfeld, deren Erfolg von den erforderlichen Fähigkeiten abhängt, darunter Personal und Waffen.
Die Logik verläuft vorwärts und rückwärts, als Konzeption und als Überprüfung.