Großbritannien

Bei den Kommunal- und Regionalwahlen steht Labour vor einer Katastrophe

Die stetig steigende Zahl riesiger Schlaglöcher, regelmäßige Müllbeseitigung, die Pflege der zunehmenden Zahl alter Menschen – eigentlich haben englische Kommunen alle Hände voll zu tun, bei den Regionalregierungen von Schottland und Wales kommen Schulen und Krankenhäuser hinzu. Im Wahlkampf vor den Urnengängen an diesem Donnerstag aber wird vor allem über das Schicksal von Labour-Premier Keir Starmer diskutiert. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Nigel Farage, Chef von Reform UK, blickt gelassen auf bevorstehende Kommunal- und Regionalwahlen in Großbritannien

Der Chef von „Reform UK“, Nigel Farage, dürfte gelassen auf die bevorstehenden Kommunal- und Regionalwahlen blicken Foto: Carlos Jasso/AFP

Worum geht es? Im mit Abstand größten Landesteil England stehen insgesamt gut 5.000 Sitze zur Wahl, von denen Labour-Leute bisher etwa die Hälfte belegten; am Freitagmorgen könnten es den Katastrophenszenarien zufolge gerade noch ein Zehntel, rund 500 Mandate, sein. Sollten „lediglich“ 1.000 Mandate verloren gehen, würde im Labour-Hauptquartier Erleichterung herrschen.

Wahrscheinlich ist dies nicht: Der Analyse von Professorin Sara Hobolt von der London School of Economics (LSE) zufolge lag Labours Anteil an den Wählerstimmen vor vier Jahren bei 35 Prozent. Hingegen weisen die jüngsten Umfragen der alten Arbeiterpartei im Durchschnitt nicht einmal die Hälfte davon (17 Prozent) zu, deutlich hinter den Nationalpopulisten von Reform UK (24) unter Nigel Farage, gleichauf mit den Konservativen und lediglich einen Punkt vor den Grünen.

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