Großbritannien
Blutiger Angriff auf Juden: Premier kündigt größere Härte gegen antisemitische Hassparolen an
Mordanschläge, Brandstiftungen, antisemitische Hassgesänge: Jüdische Menschen in England leben zunehmend in Angst.
Demonstration gegen Antisemitismus im Zentrum von London am Donnerstag Foto: Carlos Jasso/AFP
Nach der jüngsten Bluttat eines psychisch kranken Moslems im Londoner Stadtteil Golders Green haben die Sicherheitsbehörden die Terrorwarnung auf die zweithöchste Stufe angehoben. Damit gilt ein weiterer Anschlag als „sehr wahrscheinlich“. Als Urheber des Messerangriffs vom Mittwoch hat sich die bisher wenig bekannte Islamisten-Organisation Ashab al-Yamin bekannt. Ihr werden gute Beziehungen zum Iran nachgesagt.
Essa Suleiman kam als Kind im vergangenen Jahrhundert aus Somalia auf die Insel und besitzt die britische Staatsbürgerschaft. Er lebte zuletzt in einem Wohnprojekt für psychisch Kranke im Londoner Süden. Der heute 45-Jährige hatte bereits vor 18 Jahren einen Polizisten angegriffen und war 2020 als möglicher Extremist dem Prevent- Regierungsprogramm zur Deradikalisierung potenzieller Gewalttäter gemeldet worden. Seine Akte wurde nach einigen Wochen wieder geschlossen. Die Ursache dafür hat Scotland Yard nicht mitgeteilt, in vergleichbaren anderen Fällen lag dies an Personalmangel oder der mangelnden Kooperation eines Klienten.