Deutschland

Der CDU-Parteitag wird kein Schaulaufen für Kanzler Merz

Vor dem CDU-Parteitag setzt der Kanzler ein überraschendes Signal – Friedrich Merz hat offenbar noch einiges vor. In der Union reagiert man verwirrt. Ein Schaulaufen wird der Konvent in Stuttgart für den CDU-Chef nicht.

Friedrich Merz mit CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann und Christina Stumpp bei Besichtigung des Tagungsorts in Stuttgart

Der deutsche Kanzler und CDU-Chef Friedrich Merz inspiziert mit dem CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann (r.) und dessen Stellvertreterin Christina Stumpp im Gefolge den Tagungsort in Stuttgart Foto: Thomas Kienzle/AFP

Dass CDU-Kanzler oder Kanzlerinnen lange regieren, hat eine gewisse Tradition. Konrad Adenauer schaffte 14 Jahre, der Rheinländer war am Ende seiner Kanzlerschaft 87 Jahre alt. Helmut Kohl bracht es auf 16 Jahre, ebenso wie Angela Merkel, deren Amtszeit aber neun Tage kürzer gewesen ist als die von Kohl. Passend zum an diesem Freitag in Stuttgart beginnenden CDU-Parteitag hat nun der amtierende Kanzler Friedrich Merz eine doch deutliche Botschaft gesetzt, was seine eigene Zukunft angeht. Dem Vernehmen nach soll das für Verwirrung in der Union gesorgt haben. Warum nur?

Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Trier meinte der 70-Jährige am Mittwochabend, freilich mit einem Grinsen: „Ich habe schon noch vor, das eine längere Zeit zu machen.“ Er verwies zudem darauf, dass sein Vater im Januar 102 geworden sei. Merz, der ewige Kanzler? Für den früheren CDU-Generalsekretär Ruprecht Polenz ist die Ankündigung ein klares Signal an mögliche Konkurrenten. „Jetzt ist nicht die Zeit für ein Schaulaufen von Kronprinzen oder Kronprinzessinnen“, sagte Polenz dem Tageblatt.

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