Iran-Krieg

Die EU spricht wieder nicht mit einer Stimme, doch die Mehrheit folgt Trump

Die Europäische Union hat lange vor einem neuen Irankrieg gewarnt und eine diplomatische Lösung angemahnt. Doch als die USA und Israel den Angriff am Wochenende starteten, haben die Europäer in Windeseile ihre Positionen geräumt und sich mehrheitlich hinter US-Präsident Donald Trump gestellt. Nur Spanien scherte aus.

Ursula von der Leyen sichert Saudi-Arabien volle EU-Unterstützung zu – umstrittene politische Entscheidung der EU-Kommission

Warum die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ausgerechnet dem saudi-arabischen Regime die „volle Unterstützung“ der EU zugesichert hat, ist ein Rätsel Foto: Nicolas Tucat/AFP

Madrid war am Montag das einzige EU-Land, das den Krieg öffentlich kritisierte. Der spanische Außenminister José Manuel Albares sagte dem Sender Euronews in Brüssel, dass die „unilaterale Aktion“ der USA und Israels vom Völkerrecht nicht gedeckt sei. Auch die Gegenschläge des Iran seien „nicht gerechtfertigt“, erklärte er. Die EU müsse angesichts der gefährlichen Eskalation im Nahen und Mittleren Osten eine „Stimme der Vernunft“ sein, so Albares.

Doch das fällt den Europäern schwer. Eine kurzfristig einberufene Videokonferenz der 27 EU-Außenminister endete am Sonntagabend ohne greifbares Ergebnis. Offensichtlich gingen die Meinungen zu weit auseinander. Auf der einen Seite stand Spanien, auf der anderen Deutschland, das sich weitgehend auf die Seite Israels und der USA geschlagen hat und jede Distanzierung ablehnt.

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