Analyse von außen

Die Ungleichheit wird die nächste Pandemie verschlimmern

Ungleichheit verschärft Pandemien: Warum soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten die nächste Gesundheitskrise weltweit verschlimmern und wie gerechter Zugang zu Impfstoffen, Schuldenerlass und globale Solidarität Leben retten können. Eine Analyse von Stiglitz, Geingos und Marmot.

Symbolbild für kommende Pandemie mit Weltkarte und Warnhinweisen zur globalen Gesundheitskrise

Eine weitere Pandemie ist nur eine Frage der Zeit. Trotzdem scheint die Welt aus der letzten nicht gelernt zu haben. Foto: Marijan Murat/dpa

Die Wissenschaft war zur Bekämpfung von Krankheiten noch nie so gut aufgestellt wie heute. Wir verfügen über die Mittel, um Ausbrüche sofort zu erkennen, Krankheitserreger innerhalb weniger Tage zu sequenzieren und in nur wenigen Monaten neue Impfstoffe zu entwickeln. Dennoch breiten sich Pandemien immer schneller und weiter aus und bedrohen mehr Leben und Existenzen als je zuvor.

Man erinnere sich an das Trauma Covid-19, das Milliarden von Menschen in wirtschaftliche Not brachte und zwischen dem 1. Januar 2020 und dem 31. Dezember 2021 schätzungsweise 18,2 Millionen zusätzliche Todesfälle verursachte. Behördenvertreter hatten zuvor vor der Wahrscheinlichkeit einer Pandemie gewarnt, und US-Präsident Barack Obama hatte daraufhin ein Amt für Pandemievorsorge innerhalb des Nationalen Sicherheitsrats der USA eingerichtet. Sein Nachfolger Donald Trump schaffte dieses jedoch wieder ab, was die USA größerer Gefahr aussetzte.

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