Luxemburg/Ukraine
Diplomatische Vertretungen zeigen sich solidarisch mit einem Land im Krieg
In Luxemburg hat sich ein Interessenbündnis zusammengefunden, um während eines Jahres auf den weiter anhaltenden Krieg in der Ukraine aufmerksam zu machen. Am Dienstag wurde das Bündnis vorgestellt.
Die Direktorin der Vertretung der EU-Kommission in Luxemburg, Anne Calteux (l.), die Vizepräsidentin von LUkraine, Inna Jaremenko, sowie die tschechische Botschafterin in Luxemburg, Barbara Karpetova, präsentierten am Dienstag das Projekt „Advocacy Coalition – Defending Our Future Now“ Foto: Editpress/Alain Rischard
Die Ereignisse in der Welt überschlagen sich: Derzeit stehen vor allem der von Israel und den USA geführte Angriffskrieg gegen den Iran, die israelischen Angriffe im Libanon sowie die damit einhergehenden Entwicklungen auf den Energiemärkten im Fokus der Aufmerksamkeit. Der weiter anhaltende russische Krieg gegen die Ukraine gerät dabei zusehends in den Hintergrund. Doch es ist nicht allein dieser Umstand, der zu dem am Dienstag präsentierten Interessenbündnis geführt hat.
Die in Luxemburg tätige ukrainische Unterstützungsorganisation „LUkraine“ hat gemeinsam mit der tschechischen Botschaft in Luxemburg eine Koalition zusammengebracht, die während eines Jahres mit öffentlichen Veranstaltungen auf die verschiedenen Aspekte des Krieges in der Ukraine aufmerksam machen will. Es gehe u.a. darum, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, was dieser Krieg bedeutet, so die Vizepräsidentin von LUkraine, Inna Jaremenko. Acht Monate sei an dem Projekt gearbeitet worden, an dem sich ebenfalls die Botschaften von Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Irland, den Niederlanden, Polen und Rumänien, die Vertretung der EU-Kommission in Luxemburg sowie die ukrainische Botschaft für Belgien und Luxemburg beteiligen. Es ist ein Akt der Solidarität der diplomatischen Vertretungen in Luxemburg mit dem kriegsgeschundenen Land.