Ungarn

Drohende Ermittlungen und fragwürdige Staatsaufträge: Übersiedelt Orban in die USA?

Bereits vor dem Vollzug des Machtwechsels gerät Ungarns Noch-Premier Viktor Orban nicht nur wegen seines Verzichts auf ein Parlamentsmandat ins Gerede. Presseberichte über fragwürdige Staatsaufträge an seinen Vater gehen mit Spekulationen über eine US-Umsiedlung des Familienclans einher.

Viktor Orban nach Regierungswechsel unter Druck, mögliche Absetzbewegungen beim ungarischen Ministerpräsidenten sichtbar

Nach dem Regierungswechsel könnte es Viktor Orban an den Kragen gehen: Dem amtierenden ungarischen Regierungschef werden Absetzbewegungen nachgesagt Foto: Ferenc Isza/AFP

Freiwillig will Ungarns einst so machtbewusster Noch-Premier Viktor Orban eines der letzten ihm verbleibenden Ämter aufgeben. Er werde im Moment nicht im Parlament benötigt, sondern „bei der Neuorganisation des nationalen Lagers“, begründete der 62-jährige Chef der rechtspopulistischen Fidesz-Partei am Wochenende den Verzicht auf seinen seit 1990 gehaltenen Sitz im Parlament.

Ausgerechnet am 9. Mai, dem als „Europatag“ gefeierten Jahrestag des Siegs der Allierten im Zweiten Weltkrieg über den Nationalsozialismus, soll Europas entmachteter Ex-Störenfried in Budapest die Regierungsbank für den künftigen Premier Peter Magyar räumen. Glaubt man dem Enthüllungsjournalisten Szabolcs Panyi, könnte Orbans Rückzug bald ein Umzug folgen: Orban könnte einen längeren US-Trip im Sommer dazu nutzen, in den USA „Zuflucht vor Strafverfolgung“ zu suchen, so Panyi auf X.

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