Wahlen in Ungarn

Ein Machtwechsel würde Orbans Epigonen im Südosten hart treffen

Nicht nur der Kreml bangt vor Ungarns Parlamentswahl um den Machterhalt seines EU-Hör- und Sprachrohrs in Budapest. Auch mehrere Balkanregenten drücken dem angeschlagenen Platzhirsch Viktor Orban nervös die Daumen: Ein Machtwechsel würde sie hart treffen – und hätte Folgen für die gesamte Region.

Wahlplakat von Viktor Orban mit Aufschrift „Lasst uns gemeinsam gegen den Krieg vorgehen“ trotz Nähe zu Putin und Russland-Krieg

„Lasst uns gemeinsam gegen den Krieg vorgehen“ steht auf dem Wahlplakat des ungarischen Regierungschefs Viktor Orban, der dem russischen Kriegstreiber Wladimir Putin die Treue hält Foto: Attila Kisbenedek/AFP

Selbst der russophile EU-Mitstreiter von Ungarns angeschlagenem Premier Viktor Orban scheint an die Verlängerung von dessen Ära nicht mehr so recht zu glauben. Falls sein Amtskollege die Parlamentswahl am 12. April verlieren sollte, sei Bratislava „bereit, das Staffelholz von Ungarn zu übernehmen“ und das geplante EU-Finanzpaket für die Ukraine per Veto zu blockieren, droht trotzig der slowakische Regierungschef Robert Fico.

Tatsächlich bangen vor Ungarns Urnengang nicht nur die Kreml-Machthaber im fernen Moskau um den Machterhalt ihres russophilen Hör- und Sprachrohrs in der EU. Auch in der unmittelbaren Nachbarschaft drücken ähnlich autoritär gestrickte Gesinnungsgenossen und Regenten dem schwächelnden Dauerplatzhirsch angestrengt und nervös die Daumen. Denn ein Machtwechsel in Budapest würde sie hart treffen – und hätte Folgen für die gesamte Region.

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