Analyse von Ahmet Davutoğlu

Eine neue Sicherheitsarchitektur für den Nahen Osten

Das Scheitern der ersten Verhandlungsrunde zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran, bei der Pakistan als Vermittler fungierte, dürfte niemanden überrascht haben. Die festgefahrenen Positionen und die harte Rhetorik beider Seiten ließen von vornherein keine nennenswerten Fortschritte erwarten.

Straße von Hormus mit Schiffen im Hafen als Symbol der geopolitischen Krise im Nahen Osten

Die Straße von Hormus ist zum Hauptschauplatz der Krise geworden Foto: -/The Visible Earth/NASA/dpa

Auch eine zweite Verhandlungsrunde, die Berichten zufolge in wenigen Tagen stattfinden soll, ist zum Scheitern verurteilt. Bilaterale Verhandlungen werden keinen Frieden bringen. Ein umfassendes regionales Rahmenabkommen könnte dies jedoch durchaus.

Jedes tragfähige Abkommen muss zwei Ziele gleichzeitig erreichen. Es muss die Grundlage für dauerhaften Frieden schaffen und es gleichzeitig jeder Seite ermöglichen, das Ergebnis im eigenen Land als Erfolg zu präsentieren. Dieses empfindliche Gleichgewicht wird durch den indirekten, aber entscheidenden Einfluss externer Akteure, allen voran Israel, weiter erschwert.

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