Vereiste Kameras und Kabel

Extreme Kälte erschwert Drohnenabwehr der Ukraine

So kalt war es noch nie in den vier Jahren Krieg: Temperaturen von bis zu minus 20 Grad machen nicht nur den Soldaten in der Ukraine zu schaffen, sondern auch ihren Drohnen.

Bauteile und Komponenten in der ukrainischen Drohnenfabrik Fire Point für unbemannte Luftfahrzeuge

Bauteile in der ukrainischen Drohnenfabrik „Fire Point“ Foto: Serhii Okunev/AFP

„Die Batterien entladen sich viel schneller, die Kameras und Kabel frieren ein“, sagt ein ukrainischer Drohnenpilot mit dem Kampfnamen Ali. Die Folgen können fatal sein. Vor Kurzem sei die Kamera einer Abfangdrohne im Flug vereist und habe deshalb einen russischen Angriff nicht vereiteln können, erzählt er.

Drohnen spielen im Ukraine-Krieg eine entscheidende Rolle. Beide Seiten setzen täglich Hunderte der günstigen, batteriebetriebenen Fluggeräte ein. Sie helfen, feindliche Stellungen zu erkunden, können aber auch gezielt mit Sprengsätzen angreifen. Die Abfangdrohnen aus dem Kunststoff Polystyrol, die die Piloten der 18. Brigade der ukrainischen Armee nahe der südlichen Front gerade starten, sehen aus wie Spielzeuge. Um elektronischen Störsignalen zu entgehen, sind einige Drohnen inzwischen durch sehr dünne Glasfaserkabel mit der Steuerung verbunden.

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