Preisexplosion

Hormus-Blockade belastet Kraftstoffversorgung in Südostasien und Australien

Von der australischen Outback-Schule bis zur Motorbike-Schlange in Hanoi: Die Schließung der Straße von Hormus legt eine globale Abhängigkeit bloß, die viele Länder jahrzehntelang verdrängt haben. Canberra antwortet jetzt mit Steuersenkungen und einem nationalen Notfallplan.

Menschen in Varanasi, Indien, warten mit Motorrädern an einer Tankstelle auf Treibstoffversorgung

In der indischen Stadt Varanasi stehen die Menschen mit ihren Motorrädern an einer Tankstelle für Kraftstoff an Foto: Niharika Kulkarni/AFP

Amber Driver rechnet. Die Australierin lebt im Outback – und ihr Sohn fährt für die Schule 4.000 Kilometer pro Runde. Seit die Benzinpreise explodiert sind, könnte sie allein für Transport und Schulbesuche über 30.000 australische Dollar (rund 18.000 Euro) im Jahr ausgeben. Ein Leben, das ohnehin schon teuer war, wird zur finanziellen Zermürbung.

Kari Larssen, Massagetherapeutin in Cronulla an der Südküste Sydneys, zählt derweil Schichten. Ihre Massageliege wiegt 15 Kilogramm – öffentliche Verkehrsmittel sind keine Option. „Ich habe kein verfügbares Einkommen mehr, um mit meiner Tochter irgendwohin zu gehen“, sagt sie dem Sydney Morning Herald. Der Osterurlaub ist gestrichen.

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