Sicherheit

Irland steckt mehr Geld in die Verteidigung – Bessere Koordination mit Paris und London

Großbritannien und Irland haben am Freitag beim Besuch des britischen Premiers Keir Starmer im irischen Cork eine bessere Zusammenarbeit in der Sicherheitspolitik beschlossen.

Keir Starmer und Michael Martin besuchen Labor im Tyndall National Institute, Cork, Irland, bei offiziellem Regierungsbesuch.

Der britische Premierminister Keir Starmer (Mitte) und sein irischer Amtskollege Micheál Martin (rechts) beim Besuch eines Labors am Tyndall National Institute in Cork, Irland Foto: AFP/Cathal McNaughton

Dies betrifft vor allem das ausgedehnte Netz von Untersee-Kabeln zwischen den beiden Inseln sowie von Irland aus in Richtung Amerika. Außerdem geht es um Cybersicherheit und besseren Informationsaustausch. In einer „unsicheren Welt“ stelle die Koordination mit London das Fundament ökonomischer und militärischer Sicherheit dar, sagte Taoiseach (gälisch für Häuptling) Micheál Martin.

Die grüne Insel pocht zwar auf ihre Neutralität, will sich dem Willen der Koalitionsregierung aus Martins nationalliberaler Fianna Fáil sowie der konservativen Fine Gael zufolge aber zukünftig an EU-Verteidigungsprojekten beteiligen. Den Iren ist im Dezember der Schreck in die Glieder gefahren: Während des Besuchs von Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj erspähte die Besatzung eines irischen Patrouillenbootes mehrere Drohnen in der Einflugschneise des Dubliner Flughafens. Weil aber weder Militär noch Polizei über entsprechende Technik verfügten, konnten die Flugkörper unbekannter Herkunft weder abgelenkt noch abgeschossen werden.

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