Deutschland

KI-Videos im Netz: Wenn wir unseren eigenen Augen nicht mehr trauen können

Die Qualität von Videos, die mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt werden, wird immer besser. Damit steigt die Gefahr, dass Falschinformationen in Videoform verbreitet werden. Was passiert, wenn wir unseren Augen nicht mehr trauen können und was die Politik plant.

Symbol für Künstliche Intelligenz (AI) als zentrale Herausforderung für offene und freie Gesellschaften in der digitalen Zukunft

„AI“ steht für Artificial Intelligence (Künstliche Intelligenz): Sie ist die größte Herausforderung für offene und freie Gesellschaften Foto: dpa/Soeren Stache

KI-Videos im Internet dienen zumeist belangloser Unterhaltung: sprechendes Gemüse, wilde Tiere, die sich wie Menschen verhalten, oder Babys auf Laufstegen – die sozialen Medien werden davon überflutet. Sie sind leicht als Fakes zu erkennen. Doch das ist nicht bei allen Inhalten so. Die Imitation wird immer besser. Damit sind die Zeiten unumstößlicher Verlässlichkeit von Videos vorbei – das hat nicht zuletzt der Vorfall vor wenigen Wochen im ZDF gezeigt.

Im „Heute-Journal“ des Senders wurde ein Beitrag mit dem Titel „Kinder und die Angst vor ICE“ mit KI-Videos bebildert, ohne diese als solche zu kennzeichnen. Es wurde also Material veröffentlicht, das ein Ereignis zeigt, das so nicht stattgefunden hat. Seitdem kämpft das ZDF mit der Kontroverse, die auf den Beitrag, aber auch auf die Reaktion des Senders folgte. Für alternative Nachrichtenportale wie „Nius“ ist es ein gefundenes Fressen, weil sie damit das Narrativ der manipulativen öffentlich-rechtlichen Medien weiter füttern können.

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