Staatsbesuch
König Charles in Washington: Ist die anglo-amerikanische Beziehungskrise überwunden?
Der Staatsbesuch des britischen Königs im 250. Jubiläumsjahr der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung ging auch am Mittwoch weiter.
König Charles III. meisterte seinen Auftritt bei Trump in Washington zur allgemeinen Zufriedenheit der Briten Foto: Aaron Schwartz/AFP
In New York gedachte Charles III. am Mittwoch der Opfer des islamistischen Massenmords vom 11. September 2001, traf sich mit jungen Leuten und Wirtschaftsvertretern. Als entscheidend für den Erfolg des 77-Jährigen und seiner Gattin Camilla aber wertete das politische London die Washingtoner Etappe der dreitägigen Visite. Übereinstimmend lautete das Fazit bei Politik und Medien: Das Staatsoberhaupt hat seine Sache als Besucher von Präsident Donald Trump im Weißen Haus so gut gemacht wie gewünscht.
Premierminister Keir Starmer hielt sich im Unterhaus diskret zurück, sprach nur erleichtert von der „tiefen und besonderen Beziehung“ zur einstigen Kolonie jenseits des Atlantiks. Hingegen überschlugen sich die Medien vor Begeisterung. Vom „Trump-Dompteur“ und Triumph schrieb der Telegraph, der König habe eine diplomatische Meisterleistung vollbracht, urteilte Daily Mail. Pedantisch wurden die zwölf Standing Ovations binnen 30 Minuten verzeichnet, die dem Monarchen während seiner Rede vor beiden Kammern des US-Kongresses zuteil wurden.