Zugunglück in Spanien

Lokführer schlagen Alarm wegen Sicherheitsmängeln – Hinweise auf Schienenprobleme verdichten sich

Nach dem verheerenden Zugunglück in Südspanien mit 43 Toten fordern Lokführer mehr Sicherheit und bessere Wartung der Bahninfrastruktur. Die Gewerkschaft plant einen landesweiten Streik, um auf gravierende Mängel im Schienennetz aufmerksam zu machen.

Entgleister Hochgeschwindigkeitszug kollidiert mit anderem Zug im Süden Spaniens, Unfall mit Schäden und Einsatzkräften

Ein Hochgeschwindigkeitszug ist im Süden Spaniens entgleist und mit einem anderen Zug kollidiert Foto: AFP

Nach der Zugkatastrophe in der südspanischen Provinz Córdoba hat sich in Spanien eine hitzige Sicherheitsdebatte über den Zustand der Bahninfrastruktur entzündet. Ausgerechnet jene Berufsgruppe, die das Netz aus täglicher Praxis am besten kennt, will nun aus Protest den Betrieb lahmlegen: Die Lokführer-Gewerkschaft Semaf kündigte eine landesweite Arbeitsniederlegung im Februar an, um auf Mängel in der nationalen Bahninfrastruktur aufmerksam zu machen.

„Die Kollegen sind wütend“, sagt ein Gewerkschaftssprecher. Die Arbeitnehmervertreter pochen auf „Sicherheit“ als oberste Priorität und wollen konkrete Zusagen der spanischen Regierung und des staatlichen Schienennetzbetreibers Adif zu Wartung und Sicherheitsprotokollen. Dabei geht es auch um die brisante Frage, ob genügend Geld in die Unterhaltung des Bahnnetzes investiert oder ob die Infrastruktur „kaputtgespart“ wurde.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren

US-Präsidentschaftswahl 2028

Trump für Duo-Kandidatur von Vance und Rubio

Neue Eskalation

Iran greift Passagierterminal des Flughafens in Kuwait an – ein Toter