Spanien
Madrid verweigert USA Unterstützung im Iran-Krieg
Spanien verweigert den Vereinigten Staaten die Nutzung der auf spanischem Territorium liegenden Militärstützpunkte für die Angriffe gegen den Iran – und verschärft damit seinen ohnehin kritischen Kurs innerhalb Europas.
Spaniens sozialdemokratischer Premier Pedro Sánchez hält sich im Gegensatz zu anderen europäischen Regierungschefs weiter an internationales Recht Foto: Pierre-Philippe Marcou/AFP
Die US-Luftwaffe verlegte daraufhin mindestens 15 Tankflugzeuge von den südspanischen Basen Morón de la Frontera und Rota nach Deutschland und andere Standorte. Laut Spaniens staatlicher Presseagentur EFE starteten rund zehn Flugzeuge von Morón zum deutschen US-Stützpunkt Ramstein. Weitere Maschinen sollen nach Frankreich geflogen sein. Die Flugzeuge vom Typ KC-135 sind zentrale Elemente für Luftbetankungsmissionen und damit für längere Kampfeinsätze. Nach Angaben aus Madrid zogen die USA ihre Flugzeuge ab, weil sie von spanischem Boden aus nicht für die Operation eingesetzt werden dürfen.
Spaniens Außenminister José Manuel Albares stellte die Linie Madrids unmissverständlich klar: „Die Regierung Spaniens wird die Nutzung der Stützpunkte für nichts genehmigen, was nicht mit der Charta der Vereinten Nationen vereinbar ist.“ Spanien werde seine Basen nicht für Einsätze freigeben, die nicht durch das Völkerrecht gedeckt seien.