Wahlen in Dänemark
Mette Frederiksen hat sich verzockt: Sozialdemokraten mit schweren Verlusten
Nach den schweren Verlusten der Sozialdemokraten von Ministerpräsidentin Mette Frederiksen bei der Parlamentswahl in Dänemark steht das Land vor einer schwierigen Regierungsbildung.
Frederiksen hofft auf eine Koalition ihrer Sozialdemokraten mit den anderen „roten“ Parteien Foto: AFP/Liselotte Sabroe
Die Sozialdemokraten wurden bei der Wahl am Dienstag zwar stärkste Kraft, erzielten jedoch mit nur 38 von 179 Parlamentssitzen das schlechteste Wahlergebnis seit mehr als 120 Jahren. Die Moderaten des derzeitigen Außenministers Lars Lökke Rasmussen dürften bei der Regierungsbildung eine zentrale Rolle einnehmen.
Frederiksens Sozialdemokraten holten bei der Parlamentswahl laut dem offiziellen Ergebnis 21,8 Prozent der Stimmen. Das entspricht einer deutlichen Verschlechterung zu den 27,5 Prozent, die sie der vergangenen Parlamentswahl 2022 errungen hatten. Insgesamt kamen die „roten“ Parteien der politischen Linken, zu der neben den Sozialdemokraten vier weitere Parteien gehören, auf 84 von 179 Sitzen. Das konservativ-rechte „blaue“ Bündnis kam auf 77 Sitze. Für eine Mehrheit sind 90 Sitze nötig.