Großbritannien
Nach Wahlniederlage für Labour: Hinterbänklerin will Starmer herausfordern
Mit einer programmatischen Rede an diesem Montag will Keir Starmer die schwere Niederlage seiner Labour-Party bei Kommunal- und Regionalwahlen vergessen machen.
Die britische Bildungsministerin Bridget Phillipson (l.) wird als potenzielle Nachfolgerin von Premierminister Keir Starmer (2.v.l.) gehandelt Foto: Paul Ellis/Pool/AFP
Der britische Premierminister stand am Wochenende unter erheblichem Druck aus der eigenen Partei; eine Reihe von Fraktionsmitgliedern forderten den 63-Jährigen zum Rückzug auf. Zu Hilfe geeilt als unbezahlte Berater sind dem Regierungschef hingegen ein Vorgänger im Amt, Gordon Brown (2007-10), sowie dessen Stellvertreterin Harriet Harman.
Zwar verweisen Wahlforscher wie Colin Rallings darauf, dass die Unterstützung für alle Parteien „relativ und brüchig“ ist. Übereinstimmend berichten die Wahlkämpferinnen unterschiedlicher Gruppierungen jedoch von der heftigen, selten rational begründeten Ablehnung der Person Starmer. „Ich kann den Mann nicht leiden“ – dieser Satz scheint Briten aller Altersstufen, sozialen Schichten und politischer Denkweisen zu vereinen. „Die Leute haben aufgehört, ihm zuzuhören“, lautet die Beobachtung des am längsten dienenden Labour-Abgeordneten Clive Betts.