Wahlen in Ungarn
Orban verliert haushoch – Peter Magyars Tisza erobert Zweidrittelmehrheit
Am Ende ist es ein Erdrutschsieg. Die Ära Viktor Orbans endet mit einer katastrophalen Wahlschlappe. Die Partei seines Herausforderers Peter Magyar gewinnt die Zweidrittelmehrheit im Parlament und könnte mit dem Rückbau des Fidesz-Staats beginnen.
Anhänger der pro-europäischen konservativen Partei TISZA feiern in der Wahlnacht am Ufer der Donau Foto: AFP/Ferenc Isza
Sensation in Ungarn: Nach 16 Jahren an der Macht hat der rechtsnationale Ministerpräsident Viktor Orban die Parlamentswahl am Sonntag haushoch verloren. Er gestand seine Niederlage ein und gratulierte seinem konservativen Herausforderer Peter Magyar. „Die Wahlergebnisse sind, wenn auch noch nicht endgültig, klar. Für uns sind sie schmerzhaft, aber eindeutig“, sagte Orban wenige Stunden nach Schließung der Wahllokale. „Uns ist nicht die Verantwortung und die Chance zum Regieren anvertraut worden. Ich habe der siegreichen Partei gratuliert“, sagte der Regierungschef. Magyar schrieb im Onlinedienst Facebook: „Ministerpräsident Viktor Orban hat mich gerade angerufen, um uns zu unserem Sieg zu gratulieren.“