Ungarn
Premier Orbán will Wiederwahl mit Stimmungsmache gegen Kiew erzwingen
Einen Monat vor Ungarns Schicksalswahl hechelt Platzhirsch Viktor Orbán seinem oppositionellen Herausforderer Péter Magyar in den Umfragen unverändert hinterher. Mit gezielter Stimmungsmache gegen die Ukraine hofft der Premier, sich im Wahlkampffinale doch noch die Wiederwahl zu sichern.
Ungarns Regierungschef Viktor Orbán versucht mit Lügen und der Verunglimpfung der Ukraine, seinen Rückstand in der Wählergunst wieder aufzuholen Foto: AFP/Attila Kisbenedek
Ungarns nahende Schicksalswahl wirft ihre langen und immer dunkleren Wahlkampfschatten. Einen Monat vor Ungarns Parlamentswahl am 12. April füllen die beiden Hauptgladiatoren des ungekannt heftigen Stimmenstreits die Hallen und Plätze – und schenken sich nichts.
Der um seine Wiederwahl bangende Dauerpremier Viktor Orbán (Fidesz) versucht, seinen Rivalen Péter Magyar (Tisza) als Handlanger der als „Feind“ bezeichneten Ukraine darzustellen. Die Beschlagnahme eines ukrainischen Bargeldtransports in der letzten Woche dient ihm dabei als willkommenes Wasser auf seine eifrig klappernden Wahlkampf- und Verschwörungsmühlen.