Österreich

Regierung ringt um unpopuläre Verlängerung der Wehrpflicht

Österreichs Dreier-Koalition aus ÖVP, SPÖ und Neos steht vor der unpopulären, angesichts der prekären Sicherheitslage aber unausweichlichen Entscheidung für eine Verlängerung der Wehrpflicht.

Österreichische Regierung diskutiert kontrovers über Verlängerung des Wehrdienstes, politische Debatte und Verteidigungspolitik

Die österreichische Regierung tut sich schwer mit der Verlängerung des Wehrdienstes Foto: Georg Hochmuth/APA/dpa

Die mit Wladimir Putins Angriff auf die Ukraine ausgelöste und mit Donald Trumps Wiederwahl beschleunigte Zeitenwende vertreibt auch das neutrale Österreich aus der sicherheitspolitischen Komfortzone. Nachdem in den vergangenen Jahrzehnten das Bundesheer ausgehungert und die Wehrpflicht zur Freude der betroffenen Jungmänner auf nur noch sechs Monate verkürzt worden war, schlägt nun das Pendel in die andere Richtung.

Im Budget ist das schon unübersehbar. Ungeachtet des krisenbedingten Sparkurses steigt das schon 2025 auf 4,4 Milliarden Euro angehobene Verteidigungsbudget heuer erneut um 8,5 Prozent auf 4,8 Milliarden. Bis 2030 soll dessen BIP-Anteil von derzeit 1,5 auf zwei Prozent steigen. Das ist zwar deutlich unter NATO-Niveau, kommt aber einer Verdreifachung gegenüber 2022 gleich.

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