Ukraine
Scharfer Protest des Westens nach russischem Raketenangriff
Die russischen Streitkräfte haben bei massiven nächtlichen Angriffen auf die Ukraine zum zweiten Mal die moderne Mittelstreckenrakete Oreschnik eingesetzt und damit empörte Reaktionen im Westen ausgelöst.
Die Menschen in Kiew suchen in den U-Bahnstationen Schutz vor den russischen Angriffen weitab der Front Foto: Serhii Okunev/AFP
Der Abschuss sei „eskalierend und inakzeptabel“, erklärte eine Sprecherin des britischen Premierministers Keir Starmer nach dessen Telefonat mit dem deutschen Kanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Freitag. Nach Angaben des ukrainischen Inlandsgeheimdiensts SBU wurde die Rakete auf die westliche Stadt Lwiw nahe der Grenze zur EU abgefeuert.
In der Nacht zum Freitag hätten die russischen Streitkräfte mit Hilfe der Rakete Oreschnik „strategische Ziele“ in der Ukraine angegriffen, gab zuvor das Verteidigungsministerium in Moskau bekannt. Die Angriffe galten demnach ukrainischen Drohnen-Produktionsstätten und Energie-Infrastruktur. Sie seien „als Reaktion auf den Terroranschlag des Kiewer Regimes“ auf eine Residenz von Kreml-Chef Wladimir Putin Ende Dezember erfolgt – ein Vorwurf, den die Ukraine als „Lüge“ zurückgewiesen hat.