EU-Kommission

Schneller raus aus Öl und Gas – aber wie?

Die EU-Kommission hat einen Maßnahmenkatalog gegen die Energiekrise vorgelegt – doch er enthält kaum konkrete Maßnahmen für die Bürger. Auch die Übergewinnsteuer fehlt.

EU-Energiekommissar Dan Jörgensen spricht vor Hintergrund der schweren Öl- und Gaskrise in der EU

EU-Energiekommissar Dan Jörgensen sieht die EU mit einer schweren Öl- und Gaskrise konfrontiert Foto: Dati Bendo/EC Audiovisual Service

Die EU-Länder sollen schneller aus fossilen Energieträgern wie Öl und Gas aussteigen und die „Transition“ zu sauberen Technologien beschleunigen. Dies hat die EU-Kommission vor dem Hintergrund der sich zuspitzenden Energiekrise in Europa empfohlen. Auf Appelle zum Energiesparen verzichtet die EU-Behörde aber ebenso wie auf neue finanzielle Hilfen für Bürger und Unternehmen. Auch eine europäische Übergewinnsteuer, wie sie fünf Staaten fordern, steht nicht auf dem Programm, das am Mittwoch in Brüssel veröffentlicht wurde.

Der Vorschlag mit dem Titel „Accelerate EU“ soll bei einem Sondergipfel am Donnerstag und Freitag auf Zypern diskutiert werden. Die Staats- und Regierungschefs hatten die Kommission schon zu Beginn des Irankriegs aufgefordert, einen Maßnahmenkatalog auszuarbeiten. Am Ende dauerte es aber fast acht Wochen, bis Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und ihr Team geliefert haben. Viel zu lange, sagen Kritiker in Brüssel – die meisten anderen EU-Länder haben inzwischen längst nationale Hilfen angestoßen.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren

US-Präsidentschaftswahl 2028

Trump für Duo-Kandidatur von Vance und Rubio

Neue Eskalation

Iran greift Passagierterminal des Flughafens in Kuwait an – ein Toter