Ukrainekrieg

Selenskyj fordert von Europäern strengere Gesetze gegen russische Schattenflotte

Wie kann der Druck auf Russland weiter erhöht werden? Laut dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj könnte Europa mit einem härteren Vorgehen gegen die russischen Öltanker die Ukraine wirksam unterstützen.

Öltanker „Deyna“ unter Überwachung der französischen Marine, Verdacht auf Zugehörigkeit zur russischen Schattenflotte

Der Öltanker „Deyna“, der im Verdacht steht, zur russischen Schattenflotte zu gehören, wird von der französischen Marine überwacht Foto: Thibaud Moritz/AFP/dpa

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die europäischen Verbündeten aufgefordert, mit schärferen Gesetzen gegen die russische Schattenflotte vorzugehen und russisches Öl zu beschlagnahmen. „Wir brauchen gemeinsames Handeln, um in Europa strenge Gesetze zu schaffen, die es den Ländern ermöglichen, russische Tanker zu blockieren und das Öl zu beschlagnahmen“, sagte Selenskyj am Donnerstag. Selenskyj nannte diese Schritte „ein wirksames Instrument, um Russland die Möglichkeit zu nehmen, Druck auf Europa auszuüben“.

Selenskyj äußerte sich in einer Videobotschaft an die Staats- und Regierungschefs der nordeuropäischen Militärkoalition Joint Expeditionary Force (JEF) bei deren Gipfeltreffen in Helsinki. Dänemark, Schweden und Frankreich dankte er dafür, dass sie kürzlich mutmaßlich zur russischen Schattenflotte gehörende Schiffe beschlagnahmt hatten. Das Vorgehen dieser Länder sei „ein klarer Beweis dafür, dass eine Durchsetzung nicht nur möglich, sondern auch wirksam ist“, sagte der ukrainische Präsident.

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