Richtungswahlen

Sloweniens Jansa hofft auf Comeback, Ungarns Orban auf den Machterhalt

Zwei befreundete Rechtsausleger fiebern Europas ersten Richtungswahlen in diesem Jahr entgegen. In Slowenien hofft der oppositionelle Ex-Premier Janez Jansa bei der Parlamentswahl im März auf sein Comeback. In Ungarn muss Dauerregent Viktor Orban im April um den Machterhalt bangen.

Viktor Orban und Fidesz-Dissident Peter Magyar bei politischer Auseinandersetzung in Ungarn.

Ungarns Regierungschef Viktor Orban spürt den Gegenwind, den der Fidesz-Dissident und Tisza-Chef Peter Magyar ausgelöst hat Foto: Attila Kisbenedek/AFP

Europas erste Richtungswahlen in diesem Jahr werfen nicht nur im Südosten Europas ihre langen Schatten voraus. Der Ausgang der Parlamentswahlen in Slowenien im März und in Ungarn im April werden auch von den EU-Partnern mit Argusaugen verfolgt. Denn sowohl in Ljubljana als auch in Budapest kämpfen mit Oppositionschef Janez Jansa (SDS) und Premier Viktor Orban zwei befreundete Rechtsausleger und Trump-Sympathisanten um die Macht – wenn auch unter verschiedenen Vorzeichen.

Ungeduldig schlägt Sloweniens Dauerbrenner Jansa schon vor dem offiziellen Wahlkampfauftakt des für den 22. März anberaumten Urnengangs die Stimmenjägertrommel. Unbedingt will das 67-jährige Politfossil die grün-linke Koalition von Premier Robert Golob (GS) ablösen – und zum vierten Mal die Regierungsgeschäfte übernehmen. Die Untätigkeit der Golob-Regierung inspiriere „Kriminelle aller Art“, wettert der Hobby-Bergsteiger gegen die „Zuwanderung von Ausländern“: „Es ist höchste Zeit, zur Besinnung zu kommen – und die Interessen der slowenischen Nation in den Vordergrund zu stellen.“

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