Der US-Präsident in Davos

Trump verzichtet auf Gewalt und Zölle, sagt er – sein Grönland-Chaos nimmt so die nächste irre Wendung

Donald Trump sorgt in Davos für weitere Irritationen – auch nach seiner Rede. Der US-Präsident fordert Gespräche über Grönland, verwechselt dabei aber Island mit der Arktisinsel. Am Abend folgt die nächste irre Wendung.

Trump nach seiner Rede in Davos

Trump nach seiner Rede in Davos Foto: AFP/Fabrice Coffrini

Donald Trump fordert beim Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos „sofortige Gespräche“, um über einen möglichen Erwerb Grönlands von Dänemark zu sprechen. Mit wem diese Gespräche geführt werden sollen, sagt der US-Präsident am Mittwoch nicht. Der Auftritt ist typisch für Trump: erratisch, auf das Heimatpublikum in den USA zugeschnitten, voll von Eigenlob, Halb- und Unwahrheiten – und einem bösen Schnitzer: Trump verwechselt bei seinem gut anderthalbstündigen Auftritt Grönland mit Island, als er davon spricht, dass er mit Island doch „nur ein großes Stück Eis“ wolle.

Am Mittwochabend dann die Überraschung. Trump schickt sie über seine eigene Plattform „Truth Social“ in die Welt. Er verzichte auf die gegen acht europäische Staaten angekündigten Strafzölle, die sonst am 1. Februar in Kraft getreten wären. Der Anlass für diesen Schritt sei ein „sehr produktives Meeting“ mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte gewesen. Gemeinsam hätten sie einen „Rahmen für ein zukünftiges Abkommen“ zu Grönland und der gesamten Arktis vereinbart. „Diese Lösung wird, wenn sie zustande kommt, großartig sein für die Vereinigten Staaten von Amerika und alle NATO-Nationen“, fügte Trump hinzu.

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