Energiekrise in Europa

Spaniens Regierungschef Sánchez senkt Steuern auf Sprit, Strom und Gas

Wo andere europäische Länder noch zögern, prescht Spanien voran: Die Mitte-links-Regierung von Premier Pedro Sánchez hat mit sofortiger Wirkung ein Antikrisenpaket in Höhe von fünf Milliarden Euro aufgesetzt, um die Folgen des Iran-Kriegs abzudämpfen.

Pedro Sánchez, Spaniens Premier, hält Rede und appelliert an Abgeordnete, Gesetzespaket zu unterstützen

Appellierte an die Abgeordneten, das Paket mitzutragen: Spaniens Premier Pedro Sánchez Foto: AFP

Während in vielen anderen europäischen Ländern noch über mögliche Entlastungen diskutiert oder entsprechende Maßnahmen geprüft werden, handelt Spanien bereits: Die Mitte-links-Regierung in Madrid hat ein milliardenschweres Antikrisenpaket beschlossen, um den Preisschock bei Benzin, Diesel, Strom und Gas abzufedern – und setzt damit erneut ein politisches Signal in Europa. Das Maßnahmenbündel im Umfang von rund fünf Milliarden Euro ist mit sofortiger Wirkung in Kraft getreten. Damit reagiert Madrid auf die drastischen Verwerfungen an den Energiemärkten infolge des von den USA und Israel begonnenen Iran-Kriegs, der weltweit die Preise für Öl und Gas massiv nach oben getrieben hat.

Kernstück des Pakets ist eine spürbare Senkung der fiskalischen Energieabgaben: Die Mehrwertsteuer auf Kraftstoffe, Strom und Erdgas wird von 21 auf 10 Prozent reduziert. Zusätzlich senkt die Regierung die Stromsteuer für Verbraucher drastisch auf nur noch 0,5 Prozent und setzt eine weitere Abgabe auf die Stromerzeugung, die bisher von den Kraftwerken abgeführt werden musste, vorübergehend aus.

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