Spanien

Teneriffa rüstet sich für das Hantavirus-Schiff – WHO sieht keinen Beginn einer neuen Pandemie

Auf Teneriffa ist das Hantavirus-Schiff „MV Hondius“ zum Gesprächsthema in Hotellobbys, Strandbars und Flughafenschlangen geworden. Das Expeditionskreuzfahrtschiff, auf dem es zu einem Hantavirus-Ausbruch mit bisher drei Todesfällen kam, hat nach tagelangem Warten vor Kap Verde nun Kurs auf die zu Spanien gehörende kanarische Urlaubsinsel Teneriffa genommen. Nach lokalen Angaben wird die Ankunft am Sonntagmorgen erwartet.

MV Hondius Forschungsschiff im Hafen von Praia Kapverdische Inseln bei klarem Himmel und ruhigem Wasser

Die „MV Hondius“ im Hafen von Praia auf den Kapverdischen Inseln Foto: AFP

In dem spanischen Ferienparadies, das zu dieser Jahreszeit voller Touristen vor allem aus dem deutschsprachigen Raum und Großbritannien ist, wächst derweil die Unruhe – während Madrid alle Sicherheitsgarantien verspricht. Die spanische Regierung hatte das Einlaufen des Schiffes mit rund 150 Personen an Bord genehmigt, nachdem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Madrid um Hilfe gebeten hatte.

Auf Teneriffa selbst stößt diese Entscheidung auf scharfen Widerstand. Die Inselpräsidentin Rosa Dávila verlangte, die Operation zu stoppen. Es sei unzulässig, den sozialen Frieden und die Sicherheit der Bevölkerung durch eine Entscheidung zu gefährden, die ohne ausreichende Information und Absprache mit der Inselverwaltung getroffen worden sei.

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