„Verstoß gegen US-Sanktionen“

US-Armee beschlagnahmt Tanker unter russischer Flagge im Nordatlantik

Rohöltanker fährt entlang der Küste des Maracaibo-Sees, Öltransport auf venezolanischem Binnengewässer

Ein Rohöltanker fährt entlang der Küste des Maracaibo-Sees Foto: Margioni Bermudez/AFP

Die USA haben einen unter russischer Flagge fahrenden Öltanker im Nordatlantik „beschlagnahmt“ und einen weiteren Tanker mit mutmaßlichen Verbindungen nach Venezuela in karibischen Gewässern festgesetzt. Der russische Tanker „Bella 1“, der zuvor wochenlang von der US-Armee verfolgt worden war, sei im Auftrag des Justizministeriums und des Innenministeriums „wegen des Verstoßes gegen US-Sanktionen“ unter US-Kontrolle gebracht worden, erklärte das US-Militärkommando für Europa am Mittwoch im Onlinedienst X. In karibischen Gewässern wurde Armeeangaben zufolge zudem der staatenlose Tanker „M/T Sophia“ beschlagnahmt.

US-Behörden zufolge gehört das Schiff „Bella 1“ mutmaßlich zur sogenannten Schattenflotte, die unter Verstoß gegen US-Sanktionen Öl für Länder wie Venezuela, Russland und den Iran transportiert. Am Mittwoch befand sich der Tanker laut der Website Marinetraffic in der Nähe der ausschließlichen Wirtschaftszone vor Island. Das unter russischer Flagge fahrende Schiff sei infolge eines „Haftbefehls eines US-Bundesgerichts“ festgesetzt worden, erklärte das US-Militärkommando für Europa weiter.

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