Pentagon-Mail

USA prüfen angeblich NATO-Ausschluss Spaniens wegen fehlender Iran-Hilfe

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez hat Berichte über eine interne Pentagon-Mail heruntergespielt, in der angeblich sogar eine Suspendierung Spaniens aus der NATO als mögliche Strafmaßnahme erwähnt wird. Hintergrund ist Madrids Weigerung, den von den USA und Israel begonnenen Krieg gegen Iran militärisch zu unterstützen.

Pedro Sánchez, Spaniens Regierungschef, zeigt sich entschlossen und lässt sich von Washington nicht einschüchtern.

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez will sich von Washington nicht einschüchtern lassen Foto: Nicolas Tucat/AFP

„Wir arbeiten nicht auf Grundlage von E-Mails“, sagte Sánchez am Freitag beim EU-Treffen in Nikosia auf Zypern. „Wir arbeiten auf Grundlage offizieller Dokumente und der Positionen, die in diesem Fall die Regierung der Vereinigten Staaten einnimmt.“ Spaniens Haltung sei klar: „Volle Zusammenarbeit mit den Verbündeten, aber immer im Rahmen des Völkerrechts.“

Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters kursiert im Pentagon eine interne Mail, in der Optionen skizziert werden, um NATO-Verbündete zu bestrafen, die den USA im Iran-Krieg aus Sicht Washingtons nicht ausreichend geholfen haben. Genannt werde dabei unter anderem Spanien, das den USA weder die Nutzung der Stützpunkte Rota und Morón noch Überflugrechte für Angriffe gegen Iran erlaubte.

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