Mexiko
Von einer Geliebten zu „El Mencho“ geführt: Wie die Armee den Drogenboss fasste
Es war eine Frau, die den mexikanischen Sicherheitsbehörden zu ihrem größten Fahndungserfolg im Kampf gegen die Drogenkriminalität seit Jahren verholfen hat.
In vielen Bundesstaaten Mexikos wurden nach dem Tod von „El Mencho“ Geschäfte und Fahrzeuge in Brand gesetzt Foto: AFP/Alfredo Estrella
Die Spur von einer der Freundinnen von Nemesio Oseguera alias „El Mencho“ führte die Sicherheitskräfte zu einer Ranch, auf der sich der berüchtigte Drogenboss aufhielt. Nach einer Jagd durch den angrenzenden Wald nahmen Soldaten „El Mencho“ gefangen, auf dem anschließenden Flug starb der schwerverletzte 59-Jährige.
Die USA hatten auf „El Mencho“ ein Kopfgeld von 15 Millionen Dollar (12,7 Millionen Euro) ausgesetzt, weil das von ihm gegründete Drogenkartell Jalisco Nueva Generación Kokain, Heroin, Methamphetamin und Fentanyl in die USA schmuggelt. Die Regierung in Washington hat ein großes Interesse an der Zerschlagung des Kartells, das von ihr als „terroristische Organisation“ eingestuft wird.