Analyse von Richard Haass

Warum der Anschlag vom 11. September kein dauerhaftes Zeitalter des Terrors auslöste

War der 11. September 2001 ein Wendepunkt? Richard Haass zieht Bilanz zu Al-Qaida, US-Kriegen in Afghanistan und Irak sowie neuen Terrorgefahren durch KI und Drohnen.

Besatzungsmitglieder auf dem Flugzeugträger USS Enterprise im Oktober 2001

Besatzungsmitglieder auf dem Flugzeugträger USS Enterprise im Oktober 2001 ADAM GRAY

Diese Woche jährt sich zum 25. Mal der 11. September 2001, der Tag der Terroranschläge auf die Vereinigten Staaten. Für viele Amerikaner ist der 11. September eine ferne Erinnerung oder gar keine Erinnerung – etwa 40% der US-Bevölkerung wurden entweder nach den Anschlägen geboren oder sind zu jung, um sich daran zu erinnern.

An jenem Tag übernahmen 19 Terroristen die Kontrolle über vier Zivilflugzeuge, flogen zwei davon in die Türme des New Yorker World Trade Centers, rammten mit einem dritten das Pentagon und ließen das vierte auf einem Feld in Pennsylvania abstürzen, nachdem Passagiere die Terroristen physisch daran gehindert hatten, ihr Ziel zu erreichen – das oft als das Weiße Haus oder ein anderes Regierungsgebäude in Washington angesehen wurde.

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