Merz bei Trump

Welche Signale gibt es aus dem Weißen Haus?

Friedrich Merz ist der erste westliche Regierungschef, der auf US-Präsident Donald Trump trifft, seit der Krieg im Iran begonnen hat. Wie geht der deutsche Kanzler mit der Situation um, was will der US-Präsident von den Verbündeten? Beobachtungen an Bord der Maschine und vor Ort.

US-Präsident Donald Trump empfängt deutschen Kanzler Friedrich Merz im Weißen Haus bei offiziellem Treffen

US-Präsident Donald Trump empfängt den deutschen Kanzler Friedrich Merz im Weißen Haus Foto: Kay Nietfeld/dpa

Treffen von Staats- und Regierungschefs laufen normalerweise stets nach dem gleichen Muster ab. Doch im Falle von US-Präsident Donald Trump und seinem Empfang von Gästen im Oval Office, seinem Büro im Weißen Haus, gleicht jedes Treffen einer Theatervorstellung mit offenem Ausgang. So auch am Dienstagmittag, als Trump den deutschen Kanzler Friedrich Merz empfängt.

Der US-Präsident lobt den deutschen Kanzler zunächst als einen „Freund“. „Er macht einen sehr guten Job“, sagt Trump über Merz. Dieser sei ein „sehr, sehr erfolgreicher Mann“. Die USA und Deutschland kämen ausgezeichnet miteinander klar. Dann spricht Trump ausführlich über die Erfolge der US-Armee im Iran. Merz kommt unverhofft relativ schnell zu Wort, spricht auf Englisch, bedankt sich und stellt klar, er werde mit seinem Gastgeber auch über den Iran-Krieg sprechen und über den Tag nach Ende des Konflikts. Man sei sich einig, das Regime in Teheran loswerden zu wollen. Der Kanzler spricht die Ukraine dann sogleich an: „Wir alle wollen diesen Krieg so schnell wie möglich beendet sehen“, sagt der CDU-Vorsitzende. „Aber die Ukraine muss ihr Territorium und ihre Sicherheitsinteressen bewahren.“ Er werde mit Trump über das Thema reden.

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