Portugal/Frankreich

Weltuntergangs-Wahn als Tatmotiv? Paar setzt Kinder mit verbundenen Augen im Wald aus

Gut eine Woche ist es nun her, dass zwei kleine Jungen an einer Landstraße im Süden Portugals gefunden wurden. Allein, verängstigt, mit etwas Obst, Wasser und Kleidung im Rucksack. Ihre Mutter, erzählen sie später, habe ihnen die Augen verbunden und gesagt, das Ganze sei nur ein Spiel.

Mutter Marine R. und Lebensgefährte Marc B. werden von Sicherheitskräften aus Gerichtsgebäude eskortiert

Die Mutter der beiden Kinder, Marine R. (oben rechts), und ihr Lebensgefährte Marc B. (unten rechts) werden von Sicherheitskräften aus einem Gerichtsgebäude eskortiert Foto: AFP/Filipe Amorim

Was am 19. Mai zwischen den portugiesischen Orten Comporta und Alcácer do Sal geschah, beschäftigt inzwischen Ermittler und Gerichte in mehreren Ländern. Aus der Entdeckung zweier ausgesetzter Kinder am Straßenrand ist ein Fall geworden, der mit jedem neuen Detail verstörender wirkt.

Es geht um eine Mutter, ihren neuen Lebensgefährten, eine rätselhafte Reise aus Frankreich nach Portugal – und um Berichte über apokalyptische Vorstellungen des Mannes, der die Kinder begleitet haben soll.

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