Neue Studie zu Großraumbüros
Wenn der Schreibtisch nebenan zum Stressfaktor wird
Neue Hirnforschung belegt, was viele Beschäftigte längst ahnen: Offene Büroflächen kosten mentale Kraft. Dabei ist die Kritik nicht neu – einige Arbeitsschutzexperten warnen schon lange vor den Folgen.
Kein Rückzugsort, Stimmengewirr überall und der Tischnachbar kaut Salat: Das Großraumbüro hat einen immer schlechteren Ruf Foto: Pixabay
„Es ist wie Arbeiten im Zoo.“ So beschrieb ein Händler Anfang des Jahres seine ersten Wochen in der neuen Firmenzentrale von JP Morgan in New York – Glaswände überall, kein ruhiger Winkel, das Stimmengewirr nie mehr als einen Meter entfernt. Auf Social Media klingt es kaum anders: „Das Großraumbüro war die schlimmste Produktivitätskatastrophe des Jahrhunderts“, schrieb Nutzer Ali Mamak im Februar. „Ihr könnt kein Unternehmen aufbauen, während ihr hört, wie euer Mitgründer seinen Salat kaut.“ Und David John, der nach eigenen Angaben regelmäßig Feedback von Büroangestellten sammelt, bringt es auf den Punkt: „Die meisten sagen mir, dass sie lieber von zu Hause arbeiten, weil sie sich dort produktiver fühlen.“
Solche Stimmen kursieren seit Jahren im Netz – doch nun liefert die Wissenschaft eine handfeste Erklärung dafür, warum sich das Arbeiten im Großraum so zermürbend anfühlt.