Großbritannien
Wird Premier Starmer zum Opfer der Epstein-Files?: Fraktion berät über etwaige Nachfolger
Wer ins englische Hastings fährt, erinnert sich unweigerlich der gleichnamigen Schlacht. 960 Jahre ist es her, dass Wilhelm der Eroberer 1066 den letzten angelsächsischen König besiegte und die normannische Herrschaft über England etablierte.
Dem britischen Premierminister Keir Starmer (l.) könnten die Enthüllungen um den umtriebigen Parteikollegen Peter Mandelson (r.) und dessen Verbindungen zum US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zum Verhängnis werden Foto: Oli Scarff und Justin Tallis/AFP
Die Macht im Vereinigten Königreich steht auch diesmal auf dem Spiel, und zufällig reiste Keir Starmer am Donnerstag in das liebliche Küstenstädtchen. Eigentlich wollte der britische Premierminister die Regierungsinitiative „Pride in Place“ (frei übersetzt: Stolz auf die Heimat) vorstellen, mit deren Millionensummen benachteiligten Kommunen geholfen werden soll. Doch der Kampf um sein politisches Überleben macht dem 63-Jährigen einen Strich durch die Rechnung.
Und so drehen sich seine Rede sowie die anschließenden Journalistenfragen nur um ein Thema: Peter Mandelson und dessen Nähe zum verurteilten, mittlerweile verstorbenen Sexualverbrecher und Finanzjongleur Jeffrey Epstein, vom Labour-nahen Magazin New Statesman zum „Skandal des Jahrhunderts“ aufgepumpt.