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Zagreb verwahrt sich gegen „Erpressung“ – Ungarn fordert Transit von russischem Rohöl

Im Pipeline-Streit um russische Erdöllieferungen nimmt Ungarn nach der Ukraine nun auch den EU-Partner Kroatien verstärkt ins Wahlkampfvisier. Doch das Ultimatum, „umgehend“ den Transit russischen Rohöls zu ermöglichen, hat das sich gegen „Erpressung“ verwahrende Zagreb zunächst verstreichen lassen.

Ungarns Premierminister betont Kauf von günstigem russischem Öl zur Sicherung der Energiesicherheit des Landes

Ungarns Premierminister will unbedingt billigeres russisches Öl kaufen, die Energiesicherheit seines Landes ist nicht gefährdet Foto: AFP/Nicolas Tucat

Immer wenn es ums liebe Erdöl geht, sind die Zeiten des gutnachbarschaftlichen Schulterklopfens zwischen den EU-Partnern Ungarn und Kroatien längst vorbei. Zum Dauerkrach um den kroatischen, aber von Ungarns staatlichem Ölriesen MOL seit 2008 kontrollierten Raffineriekonzern INA gesellt sich nun auch noch ein eskalierender Pipeline-Streit: Budapest will Zagreb per Strafandrohung zum Transit russischen Rohöls zwingen.

Die Belieferung des Donaustaats mit billigem, da sanktioniertem Rohöl aus Russland ist seit Ende Januar ausgerechnet durch einen russischen Drohnenangriff ins Stocken geraten, bei dem die sogenannte „Druschba“-Pipeline in der Westukraine beschädigt wurde. Ungarns russophiler Premier Viktor Orban, der bei der Parlamentswahl am 12. April um seine Wiederwahl bangen muss, macht die von ihm als „Feind“ deklarierte Ukraine für die schleppende Reparatur der Röhren verantwortlich.

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