Wohnungsbau

Baustopp, Insolvenz, Garantie-Chaos: Wie ein Wohntraum zum Albtraum wurde

Eine unfertige Wohnung, steigende Kosten und jahrelange Ungewissheit: Pit Frank wartet in Grosbous seit 2021 auf sein neues Zuhause. Während der Käufer von Stillstand und Existenzangst spricht, sieht sich der Promoteur selbst als Opfer außergewöhnlicher Umstände.

Stillgelegte Bauarbeiten an Wohnungsgebäude in Grosbous mit unvollendetem Rohbau und Baustelle im Freien

Die Bauarbeiten an dem Wohnungsgebäude in Grosbous stehen seit Monaten still Foto: Editpress/Hervé Montaigu

Pit Frank steht auf einer Baustelle in Grosbous. Hier wollte er sich eigentlich vor Jahren den Traum eines Eigenheims erfüllen. Die Realität sieht anders aus: Fenster fehlen, Pfützen bedecken den Boden und grüner Algenbewuchs unterbricht vereinzelt das Grau der Betonwände. In der Entfernung hört man den Lärm einer aktiven Baustelle – seine steht schon seit Jahren still. Der französische Promoteur Alexandre Noguès hat den Bau mehrmals unterbrochen und schlussendlich meldete seine Projektgesellschaft „Fort Conchée“ Insolvenz an. „Am schlimmsten sind die ganzen Pläne deines Lebens, die durcheinandergeworfen werden“, sagt Frank, während er sich in dem Rohbau umschaut. „Finanziell wird man ruiniert – aber auch mental macht es einen fertig.“

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