Mersch
Die Mamer ist zurück in ihrem natürlichen Flussbett
In Mersch sucht sich die Mamer auf einer Länge von etwas mehr als 600 Meter nun ihren Weg wieder durch natürliche, weite Ufer. Die Renaturierung soll unter anderem dem Hochwasserschutz dienen.
Das Gras am Ufer muss noch etwas nachwachsen, aber die Mamer schlängelt sich nun idyllisch am Rand des Merscher Parks entlang Foto: Editpress/Julien Garroy
13 Jahre nach dem ersten Beschluss des Projekts im Merscher Gemeinderat wurde am Donnerstag die Renaturierung der Mamer sowie die beiden neuen Brücken offiziell eingeweiht. Damit findet ein lang geplantes Vorhaben seinen Abschluss, das sowohl ökologische als auch infrastrukturelle Verbesserungen für die Gemeinde ergibt. Die Kosten für die Anpassung des Flussbetts belaufen sich auf insgesamt 2.223.000 Euro. Den Großteil dieser Summe übernahm jedoch der Staat: Insgesamt wurden Subventionen in Höhe von 1.972.000 Euro gewährt, während die Gemeinde Mersch rund 300.000 Euro aus eigenen Mitteln investierte.
Im Zuge der Renaturierung wurde der Flusslauf der Mamer deutlich verbreitert. Die Arbeiten erstreckten sich vom CIS-Einsatzzentrum in der rue de Gosseldange bis zur Mündung der Mamer in die Alzette. Durch diese Maßnahmen konnte ein zusätzliches Volumen von rund 15 Kubikmetern geschaffen werden. Dieses Mehr an Raum soll insbesondere dem Hochwasserschutz zugutekommen, da sich das Wasser bei starken Niederschlägen besser verteilen kann. Gleichzeitig wurde von den Arbeiten profitiert, um mehrere Brücken, die über Mamer führen, durch neue Konstruktionen zu ersetzen.