Filmkritik
„Father Mother Sister Brother“: ein stilles Triptychon über erratische Väter, verschlossene Mütter und Geschwisterbande
In „Father Mother Sister Brother“ seziert Jim Jarmusch familiäre Beziehungen und feiert sich nostalgisch künstlerisch selbst.
Ungleiches Geschwisterpaar: Vicky Krieps (l.) als Influencerin Lilith und Cate Blanchett (r.) als Vorzeigetochter Timothea Quelle: imdb.com/Foto: Yorick Le Saux
Es beginnt verpixelt, als wäre eine alte Diafilm-Rolle eingesetzt worden ... Jim Jarmusch war schon immer Avantgarde, noch lebend ist er längst zur Filmlegende geworden. In seinen Arthousefilmen setzt er auf kauzige Gestalten, gesellschaftliche Outsider und seit jeher auch auf Stars.
Unvergessen bleibt sein Anti-Western „Dead Man“ (1995) mit Johnny Depp, den er in Schwarz-Weiß drehte und der einem by the way die Sinnlosigkeit der Jagd vor Augen führte. Man erinnere sich an Tom Waits, der schon 1985 in seinem Meisterwerk „Down by law“ den Knastbruder „Jasper“ gab, der mit zwei Kumpeln ausbricht.