Dippach
Gemeinderat nimmt Budgets 2025 und 2026 ohne die Stimmen der Opposition an
In der Sitzung vom 12. Januar ging es – wie zu erwarten – hoch her. Die Stimmung im Gemeinderat Dippach reicht von genervt über gereizt bis hin zu persönlichen Tiefschlägen gegen einzelne Mitglieder. Das rektifizierte Budget 2025 und der Haushalt von 2026 wurden gegen die vier Stimmen der „Biergerinitiativ“ und CSV-Opposition mit den Stimmen der LSAP-DP-Mehrheit angenommen.
Der Dippacher Schöffenrat (von l. nach r.): Bürgermeisterin Manon Bei-Roller (LSAP), Schöffe Luc Emering (DP) und Schöffe Philippe Meyers (LSAP) Foto: Editpress/Hervé Montaigu
„Zu administrativ, wenig Neues und in Teilen zu ungenau“, lauteten die Kommentare der „Biergerinitiativ Gemeng Dippech“, deren Vertreter Romain Scheuren die erste Budgetrede hielt. Die Abhängigkeit von den Einnahmen aus dem „Fonds de dotation globale des communes“ sei zu hoch, genauso wie die Zinslast der Gemeinde, kritisierte Scheuren im Detail und wies auf schon lange existierende Schlaglöcher in den Straßen der Gemeinde hin.
„Biergerinitiativ“-Kollege Sven Schaul, der sich kürzlich wegen des Subsids an die Asbl „Vivre ensemble“ an das Innenministerium gewandt hatte, kündigte daran anschließend an, das Budget mangels Vertrauen in den Schöffenrat nicht mittragen zu wollen. Er bescheinigte den politisch Verantwortlichen Postengerangel, Scheinheiligkeit und einen Regierungsstil a la Pippi Langstrumpf: „Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt“.