Drei Kameras und ein Plan
So hat unser Fotograf die Sonnenfinsternis in Luxemburg erlebt
Ganz Luxemburg hat am Mittwochabend in den Himmel geschaut. Auch unser Fotograf Georges Noesen hat das Spektakel beobachtet und fotografiert. Trotz akribischer Vorbereitung verlief aber nicht alles nach Plan.
Wie ein Fotograf sich auf die Sonnenfinsternis vorbereitet Foto: Editpress
Tageblatt: Georges, ist es deine erste Sonnenfinsternis?
Georges Noesen: Nein, die erste erlebte ich vor ziemlich genau 27 Jahren, am 11. August 1999. Ich hatte sie nur mit einem Auge gesehen (grinst), weil ich meine Schutzbrille in zwei Teile trennen musste. Sie war also mit einer Astro-Solar-Folie versehen, einer speziellen Folie, die wie das Filtersystem einer Kamera funktioniert. Das heißt, das Bild wird extrem abgedunkelt, indem millionenfach Licht abgeschirmt wird. Die Folien haben einen UV- und Infrarotfilter, was normale Fotofilter nicht haben. Damit beginnt schon die Diskussion unter Fotografen. Viele wollen das Ganze mit den normalen Neutral-Density-Filtern fotografieren. Andere sagen: auf keinen Fall, weil ein normaler ND-Filter keinen UV- und Infrarotschutz hat. Ohne diesen Schutz wird die Kamera beschädigt.