Jamaika

Vier Wochen im Katastrophengebiet: Wie eine Luxemburgerin nach Hurrikan „Melissa“ half

Als Hurrikan „Melissa“ im Oktober Jamaika verwüstet, reist die Luxemburgerin Emine Bozdogan als Nothelferin ins Katastrophengebiet. Vier Wochen lang verteilt sie Hilfsgüter, hört Geschichten von Verlust – und lernt, wie viel Resilienz und Solidarität Menschen selbst nach schwersten Stürmen zeigen können.

ERU-Team und jamaikanisches Rotes Kreuz bei Nothilfe nach Hurrikan Melissa im Einsatz

Das ERU-Team unterstützt gemeinsam mit dem jamaikanischen Roten Kreuz die Nothilfe nach Hurrikan „Melissa“ Foto: Croix-Rouge luxembourgeoise

Tageblatt: Hurrikan „Melissa“ traf Jamaika am 28. Oktober. Wie schlimm wurde der Inselstaat getroffen?

Emine Bozdogan: Hurrikane passieren dort eigentlich regelmäßig, allerdings nicht in dem Ausmaß. „Melissa“ wurde als Kategorie fünf eingestuft – die höchste, die es gibt. Diese Kategorie hatten sie vorher noch nie in Jamaika. Bei einer Bevölkerung von 2,8 Millionen waren locker über 1,5 Millionen betroffen. Häuser und Infrastruktur waren beschädigt. Alleine konnten sie das nicht bewältigen. Deswegen haben sie einen internationalen Aufruf gestartet. Wir waren als verlängerter Arm des Roten Kreuzes Jamaika dort. Das heißt, wir unterstützen sie lokal. Aber wir machen nichts, ohne das mit ihnen abgestimmt zu haben.

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