Interview
Wie Grevenmacher die Weinfest-Tradition lebendig hält – und welche Rolle die Weinkönigin spielt
Wer an Grevenmacher denkt, denkt schnell an die „Marie-Astrid“, das Freibad und natürlich an das Weinfest. Das „Comité des fêtes Grevenmacher“ ist der Ausrichter des Weinfestes. Vor Kurzem fand die Generalversammlung statt. Das Tageblatt hat sich mit der Präsidentin Carole Clemens über das Fest, die damit verbundenen Herausforderungen sowie über den Stellenwert und die Arbeit der Weinkönigin unterhalten.
Carole Clemens ist Präsidentin des „Comité des fêtes Grevenmacher“, des Vereins, der das traditionelle „Drauwen- a Wäifest“ organisiert Fotos: Editpress/Alain Rischard&Chris Schleimer
Tageblatt: Frau Clemens, bis zum Weinfest Mitte September ist es noch eine Weile. Wahrscheinlich geht Ihrem Festkomitee die Arbeit dennoch nicht aus?
Carole Clemens: Definitiv nicht. Wir bekommen das ein oder andere Mal zu hören, wir würden ja „nur“ ein Fest ausrichten. Aber die drei Tage Weinfest sind mit sehr viel Arbeit verbunden. Und wie es wohl für viele Organisatoren der Fall ist, wird der Aufwand immer größer. Es wird immer schwieriger, Genehmigungen zu erhalten und es gibt immer wieder neue Vorschriften, die wir berücksichtigen müssen. Im vergangenen Jahr, also dem Jahr unseres 75. Jubiläums, hatten wir Ausgaben von 376.000 Euro. Das ist schon eine beträchtliche Summe. Wir können uns glücklich schätzen, dass die Gemeinde uns seit drei Jahren mit einer Subvention von jeweils 90.000 Euro unterstützt. Sonst wäre das Fest in diesem Ausmaß nicht mehr zu stemmen.