Nach der Cavem-Insolvenz
Wie in Bonneweg wieder Musik erklingt
Nach Wochen voller Unsicherheit erklingen in den früheren Cavem-Räumen in Bonneweg wieder Noten und Klänge. Die Insolvenz hatte Schüler und Lehrkräfte ins Leere fallen lassen – doch ein harter Kern gab nicht auf. Drei Tage nach der Wiedereröffnung erzählen Lehrer von Angst, Zusammenhalt und der Hoffnung auf einen echten Neuanfang.
Das Team der ehemaligen Cavem-Schule ist bereit für den Neuanfang – gemeinsam mit der Luxembourg Music School Foto: Editpress/Hervé Montaigu
Im Schaufenster in Bonneweg kleben noch provisorische DIN-A4-Zettel. „Luxembourg Music School“ steht darauf. Der neue Name wirkt noch frisch, fast vorsichtig, als müsse er selbst erst ankommen in diesen ehemaligen Cavem-Räumen in der rue des Trévires. Doch aus dem Keller ist bereits Schlagzeug zu hören. Vor der Tür befindet sich eine Bank, Nachbarn grüßen im Vorbeigehen, der Musikladen im Eingangsbereich lädt zum Stöbern und Verweilen ein.
Zum Zeitpunkt unseres Treffens mit Klavierlehrer Filipe Galvao und Gitarrenlehrer Eric Deverly sind seit der Wiedereröffnung drei Tage vergangen. In der früheren Cavem ist wieder Leben eingekehrt. Nur das Provisorium an den Fenstern erinnert daran, wie unsicher hier bis zuletzt alles war. „Mir realiséieren et nach net richteg“, sagt Galvao. „Et ass esou vill geschitt.“