Editorial

Die Europäer sollen gemeinsam vor Grönland für Sicherheit sorgen

Die Europäer sollten mit anderen NATO-Verbündeten Donald Trump zuvorkommen und in einer gemeinsamen militärischen Aktion in und rund um Grönland für Sicherheit sorgen.

Kundgebung vor US-Botschaft Kopenhagen gegen Trumps Pläne, Protest am Mittwoch mit Teilnehmern und Bannern

Vor der US-Botschaft in Kopenhagen fand am Mittwoch eine Kundgebung gegen die Pläne Trumps statt Foto: Thomas Traasdahl/Ritzau Scanpix/AFP

Donald Trump ist mittlerweile zum permanenten Albtraum vor allem all jener geworden, die sich bisher auf ein regelbasiertes Miteinander verlassen haben. Dabei geht der US-Präsident immer mehr mit der Rücksichtslosigkeit eines totalitären Herrschers vor. Ob im In- oder im Ausland – Menschen werden vom US-Militär oder von Sicherheitskräften wie der Miliz der US-Einwanderungsbehörde ICE umgebracht und der Präsident und seine Regierung rechtfertigen im Nachhinein mit fadenscheinigen Argumenten oder glatten Lügen diese Morde.

So geschah es mit Dutzenden Menschen vor den Küsten Südamerikas, so geschah es mit der 37-jährigen Renee Nicole Good in Minneapolis, einer dreifachen Mutter, die nach ihrer Ermordung als linke Terroristin dargestellt wurde, um die Tat des ICE-Beamten zu legitimieren. In seinem Machtbereich, oder dem, was er dazu zählt, schaltet und waltet Trump nach Gutdünken. Dazu zählt seit Monroe-Zeiten auch der „Hinterhof“ Lateinamerika, wie eben die Entführung des venezolanischen Machthabers Nicolas Maduro gezeigt hat. Dem weinen wohl die wenigsten eine Träne nach, doch der Fall zeigt, dass Trump zu vielem bereit ist, auch ohne Plan oder konkrete Vorstellungen darüber, was als nächstes passieren soll.

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