Editorial
Feministische Gesundheitsforderungen sind im Krisenzeitalter wichtiger denn je
Am Sonntag gehen Feminist*innen bei der „Marche féministe“ für das Recht auf Gesundheit auf die Straße. Zahlen und Berichte zeigen, warum das Thema weit darüber hinaus relevant ist.
Bei der diesjährigen „Marche féministe“ am 8. März steht die Gesundheit im Mittelpunkt Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Weltweit schlagen Bomben ein. Auch am 8. März, während Menschen mit Plakaten und Protestrufen bei der „Marche féministe“ durch Luxemburgs Straßen ziehen. In diesem Jahr steht sie unter dem Motto „Gesundheit als Recht, nicht als Privileg“. Eine Forderung, die angesichts multipler Krisen außen- wie auch innenpolitisch eigentlich längst eine Priorität sein sollte. Die politische Eskalation, die wir derzeit erleben, lässt jedoch anderes vermuten. Gesundheit rückt in den Hintergrund. Machtansprüche haben Vorrang.
Dass Krieg Menschenleben zerstört, ist eine einfache Wahrheit, doch sie verkennt nicht die Komplexität seiner Folgen. Vor allem Frauen und marginalisierte Gruppen leiden, weil sie selbst abseits bewaffneter Konflikte strukturelle Gewalt erleben, die ihre Gesundheit gefährdet. Im Krieg verschärft sich ihre Situation. Laut dem UN-Jahresbericht zu Frauen, Frieden und Sicherheit 2025 spitzt sich die Lage zu.