Kommentar
Steuergeld ist kein Spielgeld: Wie DP und CSV in der Hauptstadt Millionen verzocken
Der Bau eines Scoutshome in Hamm wird fast zwei Millionen Euro teurer als geplant. Der Fall offenbart ein fragwürdiges Verständnis der blau-schwarzen Mehrheit am „Knuedler“ im Umgang mit öffentlichen Geldern.
Auf den 43-prozentigen Preisanstieg eines Bauprojektes in Hamm reagieren DP und CSV in Luxemburg-Stadt mit einem Schulterzucken Foto: Editpress/Hervé Montaigu
Ein Scoutshome in Hamm wird fast zwei Millionen Euro teurer als ursprünglich geplant. Eine lokale Nachricht, die viele kaum interessieren dürfte. Sollte sie aber. Denn die Diskussion um den Kostenanstieg von 43 Prozent legt die Denkweise politisch Verantwortlicher offen, die in der größten Stadt des Landes und teils auch auf nationaler Ebene Entscheidungen treffen oder beeinflussen.
Als der Anstieg von rund 1,95 Millionen Euro vergangene Woche im Gemeinderat am „Knuedler“ diskutiert wurde, zog die Opposition den blau-schwarzen Schöffenrat in die Verantwortung. Finanzschöffe Laurent Mosar (CSV) räumte zwar Versäumnisse der beauftragten Planungsbüros ein, erklärte aber zugleich: „Wir können nichts daran ändern.“